RES113 Web Science


 

Isabella Peters. Bild: ZBW
Isabella Peters. Bild: ZBW

Isabella Peters ist Professorin für Webscience an der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften und der Christian-Albrechts-Universität Kiel. Sie war anlässlich der Open Science Conference in Berlin und wir reden ausführlich über Web Science, den Unterschied zu Open Science und über deren Schwächen.

Wir schweifen weit ab zur Frage, wie man wissenschaftliche Leistung objektiv bewerten kann, reden über alternative Metriken für die Wissenschaftsevaluation und eine mögliche neue Wissenschaft.

Darin: Tim Berners-Lee, Wendy Hall, Nigel ShadboltSynchrone Kommunikation, ein öffentlich-rechtliches Web, Filterblasen, Suchmaschinen, Google-Scholar, Kudos, altmetrics, Impact Factor, h-Index, Open AccessElsevier Verlagsboykott, DORA, Citizen ScienceTaxonomie, FolksonomieOpen Peer Review, Geschäftsmodell double dipping.

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Veröffentlicht am 06.07.2017
Dauer: 1 Stunde 51 Minuten
Lizenz: CC-BY 4.0

Mehr zum Thema:
RES031 Open Science
RES112 Kurz zu Web Science

Themen:   Web Science   Leibniz   CAU   Open Science  

Diese Folge zitieren: Holger Klein/Helmholtz-Gemeinschaft: Resonator-Podcast: "RES113 Web Science". 06.07.2017, https://resonator-podcast.de/2017/res113-web-science/ (CC-BY 4.0)

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7 Gedanken zu „RES113 Web Science“

  1. Frau Peters würde sich auch gut im Chaosradio machen. Mir kommt der Inhalt des Gesagten doch sehr bekannt vor ;).

  2. Um die Reputation dieses Podcasts zu erhöhen, hier ein Review 🙂

    Spannendes Thema, das so ähnlich auch schon im Forschergeist-Podcast #016 über Open Science zur Sprache kam. Es ist wirklich überraschend wie absurd die Publikationswege trotz der technischen Möglichkeiten funktionieren.

    Für mich als Theologe stellt sich die Frage, inwieweit sich in den genannten Systemen bzw. Ideen von Systemen mit Geisteswissenschaften auseinandergesetzt wird, die weniger datenlastig funktionieren. Also Philosophie, Literaturwissenschaften, Geschichtswissenschaften, Pädagogik, Jura, Theologie usw.
    Die funktionieren ja zu weiten Teilen über die Schlüssigkeit von Argumentationen. Daten spielen zwar eine Rolle, aber man hat es auch viel mit internen Setzungen/Logiken und auch ethischen Entscheidungen zu tun. Hier ist man, soweit ich das sehe, vollkommen auf qualitative Reviews angewiesen und dafür gibt es wohl auch Systeme, aber die scheinen noch sehr an nur hinter Paywalls versteckten Wissenschaftszeitschriften gebunden zu sein.
    Extrem hilfreich für die wissenschaftliche Arbeit wäre ein Zitations- bzw. Fußnotenverzeichnis aller wissenschaftlichen Arbeiten, aber da es noch immer sehr viele nur analog erscheinende Monographien und Artikelsammlungen gibt, wäre ein solches Verzeichnis extrem unvollständig, solange man das nicht alles scannt – was natürlich ein unglaublicher Arbeitsaufwand wäre und wahrscheinlich oft auch rechtlich schwierig.

    Gibt es zu diesen Fragestellungen schon was oder wird sich bis jetzt vor allem mit mehr empirisch basierten Wissenschaften beschäftigt?

  3. Vielen Dank für das spannende Thema.
    Nicht nur inhaltlich, sondern auch das Miteinander von Fr. Peters und Hrn. Klein fand ich super, sodaß ich gerne der (notwendigen) Diskussion gelauscht habe.

    Ich hoffe es gibt in Zukunft eine Wiederholung um mal den aktuellen Stand mit Referenz zu der Sendung abzugleichen.

  4. Danke für den interessanten Podcast.
    Als junge visuelle Künstlerin stehe ich ähnlichen strukturellen Problemen gegenüber, zumindest insoweit, dass mich das Gespräch durchaus gefesselt hat. Eine solidarische Umarmung an alle betroffenen Wissenschaftler. Schön zu wissen, dass man in seinem übermächtigen Zehren nicht allein ist. Wenigstens. Äh.

    Ich hinterlasse bei der Gelegenheit noch einen Dank für den Gesamtumfang des Resonators. Ich liebe den ganzen Physik-Kram.

  5. Zitat: “Könnte ja nicht schaden, jedem in der 9. Klasse mal zu erklären, was Karl Popper gemeint hat – passiert aber nicht.”

    Doch, das passiert. Wir haben in BaWü das sowohl im Physikunterricht als auch im naturwissenschaftlichen Anfangsunterricht (Klasse 5/6) im Bildungspläne verankert. Stellvertretend ein Zitat aus 5/6: “an Beispielen die naturwissenschaftliche Arbeitsweise durchführen und erläutern (Beobachtung eines Phänomens, Vermutung, Experiment, Überprüfung der Vermutung)”. Wie man das Kindern vermitteln kann? Zum Beispiel anhand von Wissenschaftsspielen: https://www.floriankarsten.de/download/Karsten_Wissenschaftsspiele.pdf

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